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The Animals

Animals, The

Biografie

The Animals kamen 1962 in Newcastle, England, zustande, als sich Eric Burdon (voc, siehe Bio), geb. am 11. Mai 1941 in Newcastle, mit Alan Price (p, org, siehe Bio), geb. am 19. April 1942 in Fairfield, Durham, Hilton Valentine (g), geb. am 21. Mai 1943 in North Shields, Bryan James "Chas" Chandler (bg) und John Steel (dr), geb. am 4. Februar 1941 in Gateshead, zusammentat. Die vier Musiker hatten schon seit 1957 unter Bezeichnungen wie The Pagans, The Kansas City Five zusammen gespielt. Der Name Animals ergab sich aus dem wilden Aussehen des neuen Quintetts. Später erklärte Burdon: "Wir nannten uns Animals, weil Rock von einfachen, grundlegenden, animalischen Affekten und Bedürfnissen handelt. Die meisten Leute denken bei diesem Namen an Löwen, Tiger, Elefanten und Zoos; für mich bedeutet er aber Schweiß, Sound, Sorgen und Soul."

Aus Soul- und Bluesstücken von Ray Charles, Sam Cooke, Chuck Berry und John Lee Hooker bestand denn auch das Repertoire. Der größte Animals-Hit House Of The Rising Sun, viereinhalb Minuten lang und in nicht mehr als fünfzehn Minuten produziert, wurde unmittelbar nach Erscheinen 3,5 Millionen Mal verkauft und erreichte als Reissue 1982 noch einmal Platz elf in den britischen Charts.

Nach neun Bestseller-Singles und erfolgreichen USA-Tourneen mit Dave Rowberry (kb), Barry Jenkins (dr) löste Burdon die Combo 1966 auf und engagierte neue Musiker, die fortan unter dem Titel Eric Burdon & The Animals firmierten: John Weider (g, vi, celeste), Vic Briggs (g, bg), Danny McCulloch (bg, voc), Barry Jenkins (dr) und – später – Zoot Money oder George Bruno (p, org). Mit diesen New Animals, wie sie auch genannt wurden, schuf Burdon 1967/68 in Kalifornien mit den LPs Winds Of Change, The Twain Shall Meet, Every One Of Us und Love Is Klassiker der Rockmusik, auf denen die Love- und Flower Power-Stimmung von San Francisco, die Drogeneuphorie und der Meditationskult der Hippies, die musikalische Vielfalt der Subkultur und das Monterey Pop Festival von 1967 unübertrefflich besungen worden sind.

1969 entschloss sich Eric Burdon zu einer Solokarriere und gab den Namen Animals auf. Die Originalbesetzung traf sich in der Folgezeit (1976 und 1983) jedoch noch mehrmals zu Konzerten und Plattenaufnahmen. Selbstironisch erinnerten sich die mehr oder weniger ausgebrannten Musiker 1976 mit einem LP-Titel an ihre Glanzzeit: Before We Were So Rudely Interrupted. 1983 wurde die Urbesetzung für The Ark durch Steve Grant (g) und Steve Gregory aus der Alan Price Band ergänzt. Zwei Silvester-Shows in der Londoner Wembley Arena verliefen derart chaotisch, dass für das Album Greatest Hits Live (1984) Studioaufnahmen mit eingeblendetem Beifall verwendet werden mussten. Eine Animals-Truppe mit Jenkins und Briggs, der zum Sikh-Glauben konvertiert war und sich nun Vikram S. Khalsa nannte, musizierte 1992 in Moskau auf dem Roten Platz.

Nachruhm erlangten die Animals 1994 durch Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame. Bassgitarrist Chas Chandler (siehe Bio), der sich nach seinen Animals-Tagen als Musikmogul betätigt hatte, starb am 17. Juli 1996 in Newcastle upon Tyne nach einem Herzanfall. Manager Mickie Most, am 20. Juni 1938 in Aldershot, England, geboren und Produzent der frühen Animals-Hits, folgte am 30. Mai 2003. Er starb in London an einer seltenen Krebsart und hinterließ ein geschätztes Vermögen von 70 Millionen Euro.

(Text gekürzt - Die vollständige Biographie finden Sie im "Rock-Lexikon") Entnommen aus: Rock-Lexikon Bd. 1+2, hgg. von: Siegfried Schmidt-Joos und Wolf Kampmann unter Mitarbeit von Barry Graves und Bernward Halbscheffel,

Historische Diskografie

LPs:
The Animals (1964)
Animals On Tour (1965)
Animal Tracks (1965)
Animalization (1966)
Animalisms (1966)
Animals (1972 mit Sonny Boy Williamson)
The Animals 1963 (1972)
Before We Were So Rudely Interrupted (1976)
Ark (1983)
Rip It To Shreds – Greatest Hits Live (1984)

Zusammenstellungen (Auswahl):
Most Of The Animals (1966)
The Story Of The Animals (1999)
LPs Eric Burdon & The Animals:
Eric Is Here (1967)
Winds Of Change (1967)
The Twain Shall Meet (1968)
Every One Of Us (1968)
Love Is (1968)
Once Upon A Time (1980)
Eric Burdon And The Animals (1983)

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